13. Januar 2026 Der Startschuss für das neue Programm "Sprach-Kita 2.0" fiel am 21. August 2025 und bringt frische Impulse in die Sprachbildung der Bremer Kinder- und Familienzentren. Ziel ist es, Sprachbildung und -förderung systematisch und alltagsintegriert im Kita-Alltag zu verankern – abgestimmt auf die Vielfalt und die individuellen Bedürfnisse aller Kinder und Familien. Erfolgreiche Ansätze bestehender Programme wie QI, BaSiK und Bildungsplan (0–10) werden dabei miteinander verknüpft und weiterentwickelt.
Ein zentraler Vorteil von "Sprach-Kita 2.0": Noch mehr Einrichtungen profitieren von zusätzlicher Unterstützung durch eigens geschaffene Funktionsstellen für Sprachbildung. Während bisher nur 24 Einrichtungen bei KiTa Bremen gefördert wurden, erhalten ab dem Kita-Jahr 2025/26 insgesamt 59 Kinder- und Familienzentren eine halbe oder sogar volle Sprach-Kita-Stelle – je nach Bedarf. Die Fachkraft arbeitet eng mit der Leitung und dem Team, um alltagsintegrierte Sprachförderung nachhaltig und bedarfsgerecht umzusetzen.
Was bedeutet diese Förderung im Alltag? Das Leitungs-Team des Kinder- und Familienzentrums Ebenroder Straße, Emel Langerbeck und Eileen Wenzel, betonen: "Es geht nicht darum, zusätzliche Aufgaben zu schaffen. Wir wollen durch bewussteres Handeln und neue Impulse mehr Leichtigkeit in den Alltag bringen."
Ein gelungenes Beispiel ist das neu entwickelte "Material-Büffet". Anlass war die Herausforderung, dass der bisherige Morgenkreis nicht mehr optimal zu den aktuellen Bedürfnissen der Kinder passte und für die Fachkräfte zunehmend kräftezehrend wurde. Im Rahmen eines Workshops zum Thema Morgenkreis konnten die Teams gezielt auf alle vorhandenen Materialien und das gesammelte Wissen im Haus zugreifen: Das Material-Büffet stand dabei sinnbildlich und ganz konkret als Ressource zur Verfügung. Die Fachkräfte waren eingeladen, sich an dieser Vielfalt frei zu bedienen und mithilfe der neuen Impulse und Erkenntnisse gemeinsam den Morgenkreis neu und individuell für ihre Gruppe auszurichten. Dieses Vorgehen ermöglichte flexible, passgenaue Lösungen und wurde von den Kolleg:innen sehr positiv aufgenommen.
"Es muss nicht immer alles gleich ablaufen – im Gegenteil: Wenn wir Bestehendes reflektieren, können wir bewährte Abläufe gemeinsam neu gestalten und entlasten so den Alltag für alle Beteiligten", so Langerbeck.
Einen entscheidenden Impuls brachte das Sprachtandem im Rahmen des Programms "Sprache 2.0". Sie etablierten den Einsatz des BaSiK-Koffers im Team: Mithilfe seiner spielerischen Karten gelang es, Sprachförderung selbstverständlich und mit Freude in die tägliche Arbeit einzubinden – nicht als zusätzliche Aufgabe, sondern als bereichernden Bestandteil der Routine. Dieser Ansatz sorgte seither für viel Begeisterung im Team.
"Uns geht es darum, nicht einfach neue To-dos zu schaffen, sondern Freude und Klarheit in unsere Arbeit zu bringen. Die Arbeit bleibt, aber wir erleben mehr Leichtigkeit im Alltag", unterstreicht Emel Langerbeck.
Das Praxisbeispiel aus dem Kinder- und Familienzentrum Ebenroder Straße zeigt: „Sprach-Kita 2.0“ eröffnet Chancen, pädagogische Qualität, Teamzusammenhalt und Freude an der gemeinsamen Arbeit zu stärken – zum Wohl aller Kinder und Fachkräfte.