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Drei Fragen an eine Koordinatorin

Im Gespräch mit Kristina Lina Lemhöfer

Foto: Kristina Lina Lemhöfer, ©KiTa Bremen - Eigenbetrieb der Stadtgemeinde Bremen

Frühlingspost 2020 | 21.07.2020 - Herzlich willkommen im Kinder- und Familienzentrum“, mit diesem Satz begrüßen KiTa Bremens Einrichtungen Kinder, Eltern und Besucher*innen. Aber warum sprechen wir eigentlich von Familienzentren? Diese Frage können KiTa Bremens Koordinator*innen mit am besten beantworten. Als familienbezogene Berater*innen unterstützen Koordinator*innen viele von KiTa Bremens Einrichtungen in ihrer Rolle als Begegnungsstätten. Hintergrund ist KiTa Bremens Ansatz sowohl Bildung, Erziehung und Betreuung als auch Familienberatung und -begegnung zu leisten. Aktuell stärken dreißig Koordinator*innen KiTa Bremens Einrichtungen in der Netzwerkarbeit mit Eltern.

Wir durften Kristina Lina Lemhöfer (33) drei Fragen stellen. Als gelernte pädagogische Fachkraft arbeitet Frau Lemhöfer seit zwei Jahren als Koordinatorin im Kinder- und Familienzentrum Kinderhafen Tenever. Wie ihr Arbeitsalltag aussieht und worüber sie heute schon gelacht hat, verrät sie im Interview.

1. Frau Lemhöfer, Sie arbeiten als Koordinatorin im Kinder- und Familienzentrum Kinderhafen Tenever. Was genau koordinieren Sie dort?

„Meine Aufgaben sind sehr vielseitig und abhängig von den individuellen Anliegen und Bedarfen der Familien. Ich biete Unterstützung bei vielen Fragen an - angefangen bei „Wie melde ich mein Kind in einem Turnverein an?“ bis hin zu behördlichen Dingen. Erst neulich ging es bei einer Familie um Umbauarbeiten in ihrer Wohnung. Ich knüpfte für sie Kontakte und begleitete die Familie dabei, wie sie bei dem Anliegen vorgehen kann.
In meiner Funktion geht es darum, alltägliche Herausforderungen mit Familien zu meistern und eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen. Um den familiären Bedürfnissen gerecht zu werden, stehe ich im engen Austausch mit unserer Einrichtungsleitung und dem Team des Kinderhafens Tenever. Zudem tausche ich mich mit den anderen Koordinatorinnen und Koordinatoren von KiTa Bremen aus und bin aktiv beteiligt in der Zusammenarbeit mit den Institutionen in unserem Stadtteil. Ich glaube, hier liegt auch der Ursprung der Bezeichnung „Koordinatorin“ – ich koordiniere zwischen Familien und ihrem Umfeld. Im Sinne der „Hilfe zur Selbsthilfe“ geht es darum, Kindern und Familien vielseitige Chancen zu ermöglichen. Es ist sehr spannend und ich kann jeden Tag etwas dazu lernen.“

Wie sind Sie zu Kita Bremen gekommen?

„Ich komme ursprünglich aus einem kleinen Ort in Niedersachsen. Dort machte ich meine Ausbildung als Erzieherin. Ich wollte allerdings total gerne in eine Großstadt ziehen. Bremen ist für mich eine attraktive Stadt. Bei einem Cafébesuch hörte ich zufällig am Nachbartisch zwei Frauen über eine freie Stelle in Bremen sprechen. Ich habe mich umgedreht und sie angesprochen. Es handelte sich um eine Anstellung bei KiTa Bremen. Daraufhin habe ich mich beim Träger beworben. Leider war diese Stelle damals schon besetzt. Meine Bewerbung wurde trotzdem weitergeleitet und ich fing in Hemelingen im Kinder- und Familienzentrum Osterhop an zu arbeiten. Später konnte ich mich bei KiTa Bremen durch Zusatzausbildungen weiter spezialisieren - unter anderem im Bereich der Inklusion. Dabei habe ich einen intensiven Einblick in die Arbeit mit Familien bekommen. Ich merkte, dass mir die Arbeit sehr viel Spaß macht und ich in diesem Feld weitermachen möchte. So bin ich letztlich Koordinatorin geworden.“

Über was haben Sie heute schon gelacht?

„Über was ich heute gelacht habe? Über mich selbst und meine Aufregung dieses Interview zu führen. Tatsächlich war ich sehr nervös, aber am Ende haben wir das gut gemeistert, oder?“

Ja, das war mehr als gut gemeistert! Herzlichen Dank für das Gespräch.