Mit ca. 3 Jahren erkennen sich die meisten Kinder aufgrund der körperlichen Merkmale als Junge oder Mädchen und beginnen, sich beim Spiel in Jungen- oder Mädchengruppen zusammenzufinden. Diese Zusammenschlüsse richten sich unter anderem danach, mit welcher Kommunikationsweise sich das einzelne Kind wohler fühlt. Denn „männliche“ und „weibliche“ Kommunikations- und Verhaltensmuster können sich gravierend unterscheiden.
Treffen die polaren Kommunikationsmuster aufeinander, führt das regelmäßig zu Missverständnissen. Ohne es zu wissen und zu wollen, verursachen „weiblich“ kommunizierende Fachkräfte so manches Mal selbst, dass „männlich“ kommunizierende Kinder ihnen nicht zuhören und sie nicht verstanden werden. Aus vermeintlich provozierendem Verhalten resultieren dann Machtkämpfe.
„Männlich“ kommunizierende Fachkräfte hingegen können „weiblich“ kommunizierende Kinder leicht kränken, unbewusst den Boden für Widerstand bereiten oder die Stimmung des Kindes zum Kippen bringen.
Neben Genderbewusstsein und der Akzeptanz von mehr als zwei Geschlechtern ist das Wissen um die möglichen Unterschiede in der Kommunikation deshalb für die pädagogischen Praxis wichtig. Es erleichtert Ihnen, Kinder auf ihrem Entwicklungsweg zu begleiten.
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