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Jugendliche vom Spielhaus/Treff Wischmannstraße beim Bremer Jugendpreis 2026 ausgezeichnet

Spiel „Kinder-Schokoly“ setzt Zeichen für Vielfalt und Teilhabe

Gruppenfoto mit Jugendlichen und Kindern, die sich über den Preis freuen.
Gülnur Rauf und Michael Kaminski vom Spielhaus/Treff Wischmannstraße (links im Bild) und Yann Fingerhut und Lillemor Kuht vom Kinderschutzbund Bremen (rechts im Bild) freuen sich mit den Preisträger:innen Sumedha, Zehra, Mattea, Mostafa, Oke, Hussein (v.l.n.r.) über die Auszeichnung zum Bremer Jugendpreis 2026. Foto: KiTa Bremen

09.06.2026 „Und jetzt kommen wir!“ – Unter diesem Motto wurde am 3. Juni 2026 der Bremer Jugendpreis „Dem Hass keine Chance“ in der Oberen Halle des Bremer Rathauses verliehen. 17 kreative und engagierte Projekte wurden ausgezeichnet, darunter das Brettspiel „Kinder-Schokoly – von Kindern für alle“, das mit einem Sonderpreis geehrt wurde.

Das Brettspiel Kinder-Schokoly
Das von den Jugendlichen entwickelte Brettspiel „Kinder-Schokoly“ erinnert an den Klassiker Monopoly. Foto: KiTa Bremen

Ein Spiel, das Vielfalt sichtbar macht

Vier Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 15 Jahren aus dem Spielhaus/Treff Wischmannstraße entwickelten gemeinsam mit dem Kinderschutzbund Bremen ein Brettspiel, das an den Klassiker Monopoly erinnert – und doch ganz anders ist. „Bei uns geht es nicht ums Gewinnen oder Verlieren, sondern um Zusammenhalt und das Miteinander“, erklärt ein Mitglied der Kindergruppe stolz. Die Spielfiguren sind so gestaltet, dass sie Vielfalt widerspiegeln: Es gibt unter anderem Figuren im Rollstuhl, denn, so die Kinder, „jeder ist wichtig, egal wie er aussieht oder was er kann“.

Gemeinsam für Kinderrechte

Die Idee für das Spiel entstand aus einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen dem Spielhaus/Treff, dem Kinderschutzbund Bremen und einer besonders engagierten Gruppe von Kindern und Jugendlichen. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Herzblut und Kreativität die Kinder in die Entwicklung des Spiels eingebracht haben“, sagt Michael Kaminski vom Spielhaus/Treff Wischmannstraße. „Wir treffen uns seit zwei Jahren regelmäßig um gemeinsam zu tüfteln, zu diskutieren und zu gestalten.“ Aus dieser Gruppe ist inzwischen auch der neue Kinder- und Jugendrat des Kinderschutzbundes Bremen hervorgegangen.

Gruppe mit Jugendlichen und Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte
Bürgermeister Andreas Bovenschulte (3.v.l) zeigte sich beeindruckt von der Kreativität der Jugendlichen. Foto: KiTa Bremen

Auszeichnung durch die Politik

Den Sonderpreis an die Jugendlichen überreichte Ralph Saxe, Vizepräsident der Bremischen Bürgerschaft. In seiner Laudatio betonte er: „Die Jury hat das Spiel überzeugt, weil es das Gegenteil von Monopoly ist: Es geht nicht darum viel Geld zu machen, sondern um ein gutes Miteinander und richtet sich gegen Hass und Ausgrenzung.“ Ergänzend fügte er hinzu: „Die Bremische Bürgerschaft macht sich stark für Kinderrechte, aber wir müssen weiterhin daran arbeiten, dass Bremen ein kinderfreundlicher Ort bleibt.“ Auch Bürgermeister Andreas Bovenschulte zeigte sich beeindruckt: „Es ist toll zu sehen, dass Schülerinnen und Schüler mit so viel Kreativität eine klare Haltung gegen Hass und Ausgrenzung zeigen.“

Ausstellung

Die Freude über die Auszeichnung ist groß und die Jugendlichen sind stolz, dass ihr Spiel vom 4. bis 17. Juni 2026 zusätzlich in der Zentralbibliothek Bremen zu sehen ist – ausprobieren ausdrücklich erlaubt.

Der Bremer Jugendpreis

Der Wettbewerb "Dem Hass keine Chance" der Landeszentrale für politische Bildung Bremen wird seit 1989 alljährlich veranstaltet. Der inhaltlich sehr freie Rahmen reicht von der Auseinandersetzung mit historischen Themen wie dem Nationalsozialismus über aktuelle oder anhaltende Probleme wie Gewalt oder Fremdenfeindlichkeit bis hin zu Vorstellungen über Zukunftswünsche der Menschen. Ziel des Wettbewerbes ist es, junge Leute zu ermuntern kreative Ideen gegen Hass und Gewalt zu entwickeln und Zivilcourage zu zeigen.

Impressionen vom Bremer Jugendpreis 2026

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