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„Lüssum liest“: Geschichten, die einen Stadtteil verbinden

Große Lesewoche im Kinder- und Familienzentrum Fillerkamp

Kinder sitzen in selbstgebastelten Autos aus Pappkartons
Das Highlight am Ende der Lesewoche: ein selbstgebasteltes Autokino mit der Vorführung eines Bilderbuchfilms. Foto: KiTa Bremen

07.07.2026 Vom 1. bis 5. Juni fand die erste Lesewoche „Lüssum liest“ statt, während der sich das Kinder- und Familienzentrum Fillerkamp in eine bunte Lesewelt verwandelte – mit einem selbstgebastelten Autokino als Finale der Woche. „Dafür haben wir im Vorfeld viele Kartons gesammelt und jede Gruppe bastelte mit den Kindern Fahrzeuge – von PKWs über Rennwagen, Wohnwagen bis hin zu Traktoren. Die Kinder konnten ihre ganze Kreativität ausleben – von der ersten Idee bis zur fertigen Gestaltung“, berichtet Anjo Warnke, Sprachförderkraft im Zentrum Fillerkamp, begeistert.

Ein Stadtteil liest – und wächst zusammen

Auch in anderen Einrichtungen des Stadtteils Lüssum-Bockhorn wurde während der Lesewoche fleißig gelesen, vorgelesen und mitgefiebert. „Das Projekt war für uns alle Neuland, aber die Vorfreude war riesig“, erinnert sich Herr Warnke. Durch die enge Zusammenarbeit aller Akteur:innen im Stadtteil und im Netzwerk, die direkt mit den Kindern und ihren Familien arbeiten, entstand im Arbeitskreis Kinder gemeinsam mit dem Koordinator und dem Leitungsteam die Idee, eine Lesewoche ins Leben zu rufen. „Hier sah ich die Möglichkeit, dass sich auch unser Kinder- und Familienzentrum beteiligt“, erzählt der Mitarbeiter.

Ein selbstgebasteltes Auto aus Pappe

Kreative Zusammenarbeit

Die Kinder waren von Anfang an mit dabei – vor allem beim Bau der Autos für das Bilderbuch-Autokino. „Unsere Gruppe wollte unbedingt ein Feuerwehrauto bauen“, erzählt ein Junge stolz. Gemeinsam wurde gebastelt, geklebt und gemalt. Am großen Tag rollten die selbstgebauten Autos in die Halle, die zum Kino umgestaltet wurde: „Als die Kinder in ihren Autos saßen, Popcorn in der Hand hielten und gebannt auf die Leinwand schauten, war das für uns alle ein besonderer Moment“, schwärmt eine Erzieherin. Insgesamt konnten über hundert Kinder in acht Vorstellungen den Bilderbuchfilm von „Leo Lausemaus“ erleben.

Auch die Leseinseln und das bilinguale Vorlesen kamen super an. „Die Kinder haben gestaunt, in wie vielen Sprachen die Erwachsenen vorlesen konnten. Besonders schön war es, wenn sie Geschichten in ihrer eigenen Muttersprache hörten“, erzählt Warnke. „Die Kinder waren richtig verblüfft, als wir plötzlich auf Plattdeutsch vorgelesen haben – das kannte niemand“, erzählt eine Kollegin lachend.

Mehrere Autos aus Pappkartons

Leseförderung: Mehr als nur Vorlesen

Für Herrn Warnke als Sprachförderkraft ist die Leseförderung ein echtes Herzensthema: „Ich bin überzeugt, dass Sprache und Lesen ein Schlüssel für eine gute Zukunft sind. Es macht Freude zu sehen wie die Kinder mitfiebern, zuhören und selbst aktiv werden.“ Besonders schön waren die Momente, in denen Kinder nach dem offiziellen Programm immer wieder zu den Leseinseln zurückkehrten – weil sie einfach nicht genug bekommen konnten.

Geschichten, die verbinden

Nach dieser gelungenen Premiere war für alle klar: Das war nicht die letzte Lesewoche. „Die Leseinseln und das bilinguale Vorlesen möchte ich unbedingt öfter anbieten“, sagt Herr Warnke. Neue Ideen, wie das Schreiben eines eigenen Buches, sind schon im Gespräch. Und so zeigt die Lesewoche: Geschichten verbinden und oft entstehen dabei die schönsten neuen Geschichten.

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