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Vernachlässigung und frühe Deprivation

Vernachlässigung und frühe Deprivation gehören zu den am häufigsten berichteten Misshandlungsformen und stellen die mit Abstand häufigste Gefährdung des Kindeswohls dar.

Insbesondere in Familien mit psychisch oder suchterkrankten bzw. traumatisierten Elternteilen, auch durch Krieg und Flucht, kommt es gehäuft zu Vernachlässigung. Vernachlässigung umfasst mangelnde Fürsorge bezogen auf körperliche Bedürfnisse, Pflege, Versorgung, Gesundheit, Bewegung sowie unzureichende Beaufsichtigung und Schutz vor Gefahren. Emotionale Vernachlässigung bedeutet zudem Vorenthaltung von liebevoller Zuwendung, Wärme und Geborgenheit, von Halt und angemessener Förderung.

Diese Mangelerfahrungen können zu vielfältigen massiven Verhaltensauffälligkeiten bei den betroffenen Kindern führen. Die posttraumatischen Auswirkungen werden häufig unterschätzt. In der Fortbildung werden wir uns mit der Definition und den diagnostischen Kriterien von Vernachlässigung befassen. Die Teilnehmenden lernen, Hinweise auf Vernachlässigung und Deprivation sicherer zu erkennen und alltagspraktische, traumapädagogische Unterstützungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Inhalte:

  • Vernachlässigung und frühe Deprivation – diagnostische Einordnung, Definition und Entstehungsbedingungen, Daten und Zahlen
  • Erkennen von Vernachlässigung und früher Deprivation − Vernachlässigung als Traumafolge und Trauma-Ursache, Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung
  • Traumapädagogische Unterstützung – Pädagogische Haltung und hilfreiche Prinzipien, Unterstützung für betroffene Kinder – Förderung der Eltern-Kind-Bindung
  • Anregungen zur Selbstfürsorge
Zielgruppe(n)
Pädagogische Fachkräfte
Leitung
Nele Peek, Bremer Institut für Traumapädagogik
Veranstaltungsart
Fortbildung
Rubrik
Inklusion und Vorurteilsbewusstsein, Kinderschutz, Kindliche Entwicklung
Beginn
12.05.2027
Ende:
12.05.2027
Uhrzeit
09:00 - 16:00 Uhr
Stunden
7
Anmeldeschluss
16.04.2027
Anzahl freier Plätze
16/10 (normal/Warteliste)
Veranstaltungsort
Bremer Institut für Traumapädagogik, Langenstr. 53, 28195 Bremen
Bemerkungen
Die Anmeldung ist ab dem 01.08.2026 möglich.
Kontakt/Anmeldung
Frau Anna Habig
Verwaltung Fortbildung
Auf der Muggenburg 5
28217 Bremen
Tel.: +49 421 361 59097
E-Mail: fortbildung@kita.bremen.de

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