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Tierische Begegnungen im Kindergarten

Hühner zu Gast im Kinder- und Familienzentrum Hammersbeck

Huhn schaut aus einem Stall
Ein Huhn schaut neugierig in den Garten des Kinder- und Familienzentrums Hammersbeck.

28.05.2026 Im April konnten die Kinder im Kinder- und Familienzentrum Hammersbeck ein besonderes Projekt erleben: Für 14 Tage waren fünf Hühner zu Gast. Die Initiative dazu ging von Franziska Robakowski, der stellvertretenden Zentrumsleitung, aus. Sie berichtet, dass die Idee, Hühner in die Einrichtung einzuladen, aus ihrem persönlichen Interesse an tiergestützter Pädagogik entstand. Sie sei überzeugt, dass dieser Ansatz viele Türen öffne und habe gezielt nach Möglichkeiten gesucht, ihn in den Kita-Alltag zu integrieren. Über das Angebot „Miete ein Huhn“ aus Achim und nach einem Telefonat mit dem Inhaber, Ralf-Wigand Usbek, sei schnell klar gewesen, dass die Hühner für 14 Tage einziehen.

Hühnerstall steht im Garten

Herr Usbek brachte das benötigte Equipment mit: Häuschen, Futter, Sandbad und Zaun waren im Paket enthalten. Die fünf Hühner wurden im Wechselmodell von den drei Elementargruppen betreut. Robakowski erklärt, dass jede Gruppe zwei bis drei Tage lang für die Versorgung der Tiere verantwortlich war. Zu den Aufgaben gehörten Füttern, Säubern, Beobachten und – wenn die Hühner es zuließen – auch das Streicheln. Die Tiere seien sehr freundlich und an den Umgang mit Menschen gewöhnt, da sie bereits Erfahrung mit Kindergärten hätten.

Schon kurz nach dem Einzug der Hühner gab es ein besonderes Erlebnis. „Bereits 20 Minuten nach Ankunft haben die Hühner uns ein ganz besonderes Erlebnis bereitet. Das erste Ei war gelegt. Es war noch ganz warm“, erinnert sich Robakowski.

Hand hält ein Ei in der Hand

Zur Vorbereitung auf das Projekt wurde in der Bücherei eine Entdeckerkiste zum Thema „Huhn“ zusammengestellt. Drei Tage vor dem Einzug der Tiere wurde ein „Hühnertisch“ mit Büchern und Materialien in der großen Diele aufgebaut, der allen Kindern offenstand. Einen Tag vor der Ankunft der Hühner besprach das Team gemeinsam mit den Kindern die wichtigsten Regeln und informierte darüber, was Hühner fressen dürfen und was nicht.

Auch die Eltern wurden frühzeitig in die Planung eingebunden, insbesondere um die Versorgung der Tiere an den Wochenenden sicherzustellen. Nach dem ersten Wochenende zeigte sich laut Robakowski, dass die Eltern sehr begeistert waren und sich über die Umsetzung des Projekts freuten. Vor allem die Kinder seien glücklich gewesen. Sie berichtet: „Es ist schön zu sehen, wie die Augen der Kinder leuchten und das eine oder andere Kind morgens zuallererst die Hühner begrüßt.“

Kind Merle füttert ein Huhn

Herausforderungen habe es kaum gegeben, so Robakowski. Lediglich zu Beginn habe es einige Zweifel gegeben, da das Projekt und die damit verbundene Verantwortung für das Team ebenso aufregend gewesen sei wie für die Kinder. Die anfängliche Aufregung sei aber schnell verflogen und das Vertrauen in die Hühner und das Betreuungskonzept gewachsen.

Abschließend empfiehlt Franziska Robakowski das Projekt ausdrücklich weiter. Sie ist überzeugt, dass Hühner in der tiergestützten Pädagogik oft unterschätzt werden, ihre beruhigende Art und die einfache Pflege aber den Kita-Alltag sehr bereichern. Das Projekt sei für alle im Haus – Kinder, Team, Küchenpersonal und auch Nachbarn – eine große Bereicherung gewesen. Aufgrund der positiven Erfahrungen würde man das Hühnerprojekt in Zukunft gerne wiederholen wollen.

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